Familie Meiser

THOMAS MEISER

Aufgewachsen zwischen Bau und Bar, schon von klein auf habe ich die Gastronomie mit der Muttermilch aufgenommen. Mein Name ist Thomas Meiser, ich bin 51 Jahre alt und geschäftsführender Gesellschafter der Meiser Hotels…

SUSAN MEISER

Eigentlich wollte ich in die USA. Heute bin ich im idyllischen Neustädtlein und glücklich darüber, was wir hier geschaffen haben. Mein Name ist Susan Meiser, geborene Peavy und ich bin 47 Jahre alt. Seit 25 Jahren bin ich im Familienbetrieb und heute Prokuristin der Meiser Hotels…

ARMIN MEISER

Vom musizierenden Banker zum Hotelier. Mein Name ist Armin Meiser, ich bin 48 Jahre alt und geschäftsführender Gesellschafter der Meiser Hotels…

STEFANIE MEISER

Vom Wochenendjob in den Vollzeit-Familienbetrieb. Mein Name ist Stefanie Meiser, geborene Acker und ich bin 43 Jahre alt. Ich bin seit vielen Jahren im Familienunternehmen und heute Prokuristin der Meiser Hotels…

FRIEDRICH MEISER

Kühe von Hand melken, für mich war das als Schulkind ganz normal. Wenn ich von der Schule nach Hause gekommen bin, habe ich meine Hausaufgaben erledigt, Akkordeon geübt und danach mit in der Landwirtschaft gearbeitet. Mein Name ist Friedrich Meiser, die meisten nennen mich Fritz und bin 73 Jahre alt…

ERIKA MEISER

Von der Kontoristin zum Lebenswerk Gastronomie. Mein Name ist Erika Meiser, geborene Maag, ich bin 71 Jahre alt und seit fünf Jahrzehnten im Familienunternehmen…

CALVIN MEISER

Aufgewachsen im Hotel, war Schein nicht immer Sein. Mein Name ist Calvin Meiser, ich bin 22 Jahre alt und in einer Zeit aufgewachsen, als mein Vater Thomas in der Tanzmetropole am Herd stand und meine Mutter Susan in den Rosenstuben bediente…

MARLON MEISER

Warum war mein fehlendes Talent für Fußball entscheidend für meinen Lebensweg und was hat das Ganze mit der Zahl 451 zu tun? Mein Name ist Marlon Meiser, ich bin 21 Jahre alt, ein Familienmensch, Dorfkind mit Weltoffenheit und in unserem Familienbetrieb aufgewachsen, für den ich heute brenne…

JUNIORINNEN

Die Geschichte der Familie Meiser ganz persönlich: Romy, Lara-Sophie und Valerie Meiser

KONTAKT

Meiser GmbH 

Grenzstraße 42 

74579 Fichtenau- Neustädtlein 

Web: www.meiser-hotels.de 
Telefon: +49 07962711940
Fax: +49 0796271194888 
info@vitalhotel-meiser.de 

Die Geschichte der Familie Meiser ganz persönlich: Thomas Meiser

Aufgewachsen zwischen Bau und Bar, schon von klein auf habe ich die Gastronomie mit der Muttermilch aufgenommen. Mein Name ist Thomas Meiser, ich bin 51 Jahre alt und geschäftsführender Gesellschafter der Meiser Hotels.

Als ich aufgewachsen bin, konnten wir noch nicht von mehreren Hotels und Restaurants sprechen. Der Familienbetrieb bestand aus einer Dorfwirtschaft mit fünf Tischen, einem Tante-Emma-Laden und einem kleinen Tanzsaal. Anfangs war das Wohnzimmer die Gaststube und unsere privaten Räume waren direkt darüber. Der Kontakt zwischen uns Kindern und unseren Gästen, die sich zum Stammtisch trafen oder im Lebensmittelladen einkauften, war für uns selbstverständlich und alltäglich. Für meinen Bruder Armin und mich war es normal, dass unsere Eltern Erika und Fritz jeden Tag von früh bis spät für den Betrieb da waren. Dennoch haben sie sich liebevoll um uns gekümmert und es wurde sich die Zeit genommen, täglich mit der ganzen Familie samt Oma und Opa gemeinsam zu essen.

Schon früh wurde mir bewusst, dass meine Eltern größere Dimensionen anstreben und so wurde ständig erweitert und gebaut. Meine Familie war schon seit je her musikalisch und aus dieser Tradition entstand letztendlich 1980 die Tanzmetropole. Während meiner Jugend war die Musik meine Leidenschaft. Mein Bruder Armin, ein paar Freunde und ich gründeten die Band „Musictramps“ und waren damit über 30 Jahre außerordentlich erfolgreich. Unsere ersten Auftritte waren nur vor etwa 50 Leuten, wir übten ständig, investierten unsere gesamte Gage in besseres Equipment und spielten schon nach wenigen Jahren vor mehreren tausend Zuschauern. Unsere Auftritte führten uns in viele Städte Deutschlands, nach Spanien und an die Westküste der USA. Wie schon mein Vater verspüre auch ich die Liebe zu den Pferden und reite noch heute in der Freizeit und bei den schwedischen Truppen während der historischen Kinderzeche in Dinkelsbühl.

Nach der Mittleren Reife an der Realschule in Crailsheim absolvierte ich eine Ausbildung zum Koch im „Hotel Roter Ochsen“ in Ellwangen, um die Gastronomie von der Pike auf zu lernen. Im Anschluss wurde ich als Wehrdienstpflichtiger bei der Bundeswehr als Koch eingezogen, wo ich das Kochen in großen Dimensionen kennenlernte. Nach dieser Zeit machte ich meine erste Erfahrung als junger Unternehmer und führe das „Café Bayer“ in Dinkelsbühl, unser heutiges „Meiser’s Café Restaurant Lounge“. Während dieser Zeit habe ich das Fachabitur an der Kaufmännischen Schule in Crailsheim gemacht. Es war nicht ganz einfach, zwei Vollzeittätigkeiten und die Musik unter einen Hut zu bringen.

Zu dieser Zeit sind meine Ehefrau Susan und ich zusammengekommen und ich stieg in den Familienbetrieb ein. Zwei Jahre später heirateten wir und wir bekamen drei Kinder: Calvin im Jahr 1997, Marlon 1998 und Romy 2002. Das Einzugsgebiet der Tanzmetropole war groß und so planten wir zunächst ein Gästehaus. Susan und ich haben uns dann zahlreiche Hotels angesehen und kamen zu dem Entschluss, Größeres anzustreben als eine einfache Unterkunft. Unsere Vision war ein Wellnesshotel der Extraklasse. Der alpine Lifestyle als Interieur in Kombination mit der märchenhaften, schlossartigen Architektur sollte ein einzigartiges Meiser-Design darstellen. Als Unterstützung für unsere Pläne holten wir uns den besten Hotelarchitekten Österreichs mit ins Boot.

Die angestrebte Größe stellte die Familie vor neue Herausforderungen und so beendete mein Bruder Armin seine Laufbahn als Banker, später auch meine Schwägerin Stefanie ihre Karriere in der Industrie, und so gingen wir fortan als große Familie gemeinsame Wege. Von diesem Zeitpunkt an war ich für das Gestalten und Weiterentwickeln des Betriebes und der Gebäude verantwortlich. Nach mehreren Erweiterungen eröffneten wir 2008 das „Meiser’s Café Restaurant Lounge“ in der Altstadt Dinkelsbühls. Nachdem das Restaurant zuvor verpachtet war, renovierten wir das Gebäude umfangreich und entschieden uns am Ende, dieses selbst zu betreiben. In den folgenden Jahren wurde das Restaurant um elf individuelle Hotelzimmer erweitert, welches den Namen „Meiser’s Hotel am Weinmarkt“ trägt. 2013 vergrößerten wir das Vital Hotel auf mehr als die doppelte Größe und so entstanden 37 weitere Zimmer sowie der Indoor- und Outdoorpool.

Seit vielen Jahren bin ich Mitglied sowie seit Juli 2019 Präsident im Rotary Club Dinkelsbühl – Feuchtwangen und engagiere mich dort für soziale und gemeinnützige Projekte im In- und Ausland. Vor zwei Jahren wurde ich als Senator in den Senat der Wirtschaft in Berlin berufen. Hierbei findet ein Austausch zwischen der Politik und Senatoren aus allen Branchen statt.

Im Vital Hotel hatten wir neben den Wellnessgästen auch immer zahlreiche Tagungen sowie Feierlichkeiten und so waren unsere Kapazitäten in den letzten Jahren beinahe ausgeschöpft. Dadurch reifte der Gedanke, ein neues Hotel für Tagungen, Events und Städtetouristen in Dinkelsbühl zu bauen, welche laut Focus die schönste Altstadt Deutschlands ist. Dieses Projekt mit 150 Zimmern, 11 Tagungsräumen und einem Restaurantbereich für bis zu 350 Personen sollte mit einer Investition von mehr als 20 Millionen Euro das größte Projekt unserer Familiengeschichte werden. Das „Meiser Design Hotel“ eröffnete letztes Jahr nach dreijähriger Planungs- und Bauphase. Der Name sollte Programm sein und so stellten wir ein internationales Design-Team auf und holten uns in Asien, Südamerika, den USA und verschiedenen europäischen Ländern Inspirationen für ein außergewöhnliches Hotel.

Natürlich war solch ein großer Schritt nur denkbar mit der Gewissheit, dass die nächste Generation hinter dem Vorhaben steht. Mein Lebensziel ist es, für die Menschen Orte zu schaffen, an denen sie sich wohlfühlen und Kraft tanken können. Das Geheimnis unseres Erfolges ist, respektvoll mit Menschen umzugehen und die Visionen mit unermüdlicher Ausdauer umzusetzen.

Die Geschichte der Familie Meiser ganz persönlich: Susan Meiser

Eigentlich wollte ich in die USA. Heute bin ich im idyllischen Neustädtlein und glücklich darüber, was wir hier geschaffen haben. Mein Name ist Susan Meiser, geborene Peavy und ich bin 47 Jahre alt. Seit 25 Jahren bin ich im Familienbetrieb und heute Prokuristin der Meiser Hotels.

Aufgewachsen bin ich in Crailsheim mit zwei Schwestern, einem Bruder, meiner Mutter und meinem amerikanischen Vater, der leider bereits verstarb, als ich zehn Jahre alt war. Meine erste gastronomische Erfahrung sammelte ich bereits mit 16 Jahren in den Sommerferien als Küchenhilfe in einer Pizzeria. Die Mittlere Reife schloss ich an der Haus- und Landwirtschaftlichen Schule in meiner Heimatstadt ab. Ich hatte schon immer Freude an kreativer Arbeit und durch mein handwerkliches Geschick absolvierte ich eine Ausbildung zur Zahntechnikerin im Dentallabor Knab in Crailsheim.

Meinen Ehemann Thomas kenne ich bereits seit meiner Teenager-Zeit, als ich die Konzerte seiner Band „Musictramps“ besuchte. Einige Jahre später war ich mit meiner Schwester Karen in der Tanzmetropole und da hat es dann zwischen Thomas und mir gefunkt. Ein knappes Jahr später verlobten wir uns. Ich spürte, dass ich gemeinsam mit Thomas den Weg mit dem Familienunternehmen gehen wollte. Deshalb hatte ich die Erwartungshaltung an mich selbst, die fachliche Kompetenz der Branche zu erlernen. So absolvierte ich eine zweite Berufsausbildung zur Restaurantfachfrau bei Martin Scharff im Hotel Eisenkrug in Dinkelsbühl, dessen Restaurant zu jener Zeit einen Michelin-Stern trug. Nach Abschluss der Berufsausbildung heirateten Thomas und ich 1995 und ich stieg in den Betrieb mit ein. Zwei Jahre später ist unser erster Sohn Calvin geboren.

Damals wie heute arbeiteten wir lange Stunden und hatten, wenn überhaupt einen Tag in der Woche frei. Ein Jahr später ist unser Sohn Marlon geboren und 2002 unsere Tochter Romy. Schon kurz nach der Geburt unserer Kinder war ich wieder im Geschäft. Rückblickend würde ich das heute anders machen und mir mehr Zeit für unsere Kinder nehmen. Es freut mich sehr, dass sie sich trotz oder vielleicht wegen des ganzen Trubels im Betrieb persönlich, sozial und beruflich so toll entwickelt haben. Im Jahr 2002 besuchte ich die Meisterschule mit dem Abschluss geprüfte Hotelmeisterin. Auch wenn es damals keine einfache Zeit für mich im Familienbetrieb war, hatten Thomas und ich immer eine Vision und unsere Liebe war bedingungslos.

Wir sprachen zunächst über ein Gästehaus für die Tanzmetropole und schon bald wurden aus diesen Gedanken Pläne für das „Vital Hotel Meiser“. Anfangs war das Haus noch nicht komplett ausgebaut und wir mussten uns zunächst beweisen, um weitere Bauabschnitte zu verwirklichen. In den Jahren darauf gab es nur eine Entwicklung: nach oben. So wurde ständig ausgebaut, erweitert und die Zahl der Mitarbeiter nahm zu. Dieser Erfolg war durch die harte Arbeit der ganzen Familie bedingt und ist keineswegs vom Himmel gefallen.

Meine Bereiche in den Hotels sind bis heute das Kreative und die Menschen. Ich liebe außergewöhnliche Dekoration und den ständigen Prozess, mit Thomas das Meiser-Design weiter zu entwickeln. Wir bereisen Orte und Hotels auf der ganzen Welt und holen uns immer wieder neue Inspirationen. Daraus hat sich auch unser Dekorations- und Einrichtungsverkauf im Vital Hotel entwickelt. Dadurch, dass die Gäste fast alle schönen Gegenstände aus dem Hotel zu sich nach Hause bringen konnten, entstand letztendlich eine weitere Idee. Die eigens für diesen Geschäftsbereich gestalteten Räumlichkeiten „Meiser’s Lieblingsstücke“ direkt neben unserem „Meiser’s Café Restaurant Lounge“ im historischen Dinkelsbühl. Ein weiteres Herzensprojekt ist unser neu eröffnetes „Meiser Design Hotel“ in Dinkelsbühl, die größte Investition unserer Unternehmensgeschichte. Während der Planungs- und Bauphase war ich für das Kreative und die Einrichtung zusammen mit Thomas und unserem Design-Team verantwortlich. Wenn die Gäste das Haus betreten und vor Faszination innehalten, weiß ich, dass sich unsere Arbeit gelohnt hat.

Eine weitere Passion sind unsere Mitarbeiter und Gäste. Ich habe immer gerne ein offenes Ohr für unsere Auszubildenden und das Personal, auch wenn es den privaten Bereich wie die Wohnungssuche oder die Sehnsucht nach der Familie betrifft. Es bereitet mir sehr viel Freude, mich mit unseren Gästen zu unterhalten und mir für die Menschen Zeit zu nehmen. Es ist mir wichtig, dass sich Mitarbeiter sowie Gäste in unseren Betrieben richtig wohlfühlen. Es ist schön, wenn ich unsere Häuser betrete und sofort die positive Energie spüre.

Ich freue mich weiterhin auf die Zeit in unserem belebten und modernen Familienunternehmen. Mit Freude blicke ich in die Zukunft, in der unsere Söhne und später vielleicht auch einmal unsere Tochter und Nichten die Unternehmen in unserem Sinne führen und weiterentwickeln werden.Freuen Sie sich nächste Woche ab Montag auf den zweiten Teil der Serie mit Armin und Stefanie Meiser sowie unserer 6. Generation mit Calvin und Marlon. Auch unsere Juniorinnen Romy, Lara-Sophie und Valerie erzählen Ihnen ganz Persönliches.

Die Geschichte der Familie Meiser ganz persönlich: Armin Meiser

Vom musizierenden Banker zum Hotelier. Mein Name ist Armin Meiser, ich bin 48 Jahre alt und geschäftsführender Gesellschafter der Meiser Hotels.

Schon als ich drei Jahre alt war, brachte mir mein Opa die Musik näher. In meiner Kindheit war unser Familienbetrieb noch sehr klein, es gab noch keine Tanzmetropole und keine Hotels. Im Tiroler Keller meiner Eltern Erika und Fritz fanden regelmäßig Tanzveranstaltungen statt. Mein Bruder Thomas und ich bewunderten von klein auf in den 70er Jahren die Musiker auf der Bühne. Da bereits mein Vater und Großvater in deren Jugend in einer Band spielten, lag es auf der Hand, dass mein Bruder und ich noch während der Schulzeit unsere eigene Band gründeten.

Wir trafen uns mit drei Musikern aus Schnelldorf, die im Alter meines großen Bruders waren und zunächst infrage stellten, ob ich nicht zu jung für eine Band sei. Mein Bruder stellte sie vor die Wahl: „Wir beide oder keiner“. Diese Zeit war sehr prägend für mich und der Beginn der engen Zusammenarbeit zwischen meinem Bruder und mir. Zwischenzeitlich hatten sich die Musiker entschieden und es entstand die Band „Musictramps“. Dies war der Anfang einer Zeit, in der wir nahezu jedes Wochenende als Musiker unterwegs waren und später auch als Hausband im Familienbetrieb spielten.

Meine Eltern haben in dieser Zeit große Arbeit geleistet und den kleinen Tanzsaal zur Tanzmetropole mit 800 Sitzplätzen und mehreren Bars erweitert. Nach dem Abitur mit Schwerpunkt Wirtschaft habe ich eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht. Danach absolvierte ich meinen Zivildienst im Kinder- und Jugendheim St. Raphael in unserer Gemeinde Fichtenau. Auch diese Zeit hat mich geprägt und noch heute bin ich dort ehrenamtlich im Stiftungsrat tätig. Zunächst war es nicht geplant, dass ich im Familienbetrieb einsteigen werde und so habe ich in der jetzigen VR Bank Dinkelsbühl nach mehreren Fortbildungen einige Jahre vermögende Privatkunden betreut. Während dieser Zeit hatten wir mit unserer Band außerordentlichen Erfolg mit über 80 Auftritten pro Jahr und Veranstaltungen mit bis zu 8.000 Personen.

Während Thomas bereits in den elterlichen Betrieb eingestiegen ist, reifte der Gedanke aufgrund großer Nachfrage durch die Tanzmetropole, ein Hotel zu bauen. Dieses Projekt stellte uns vor neue Dimensionen und so entschieden wir uns, dieses Vorhaben gemeinsam zu realisieren. Ich beendete meine Laufbahn als Banker und widmete mich ab 2001 fortan mit vollem Einsatz der Hotellerie. Meine Aufgabe war von Beginn an der kaufmännische Bereich. Dazu zählt die Leitung des Einkaufs und des Verkaufs, das Finanzwesen sowie das Marketing. In dieser Zeit heiratete ich meine Frau Stefanie und noch kurz vor der Eröffnung des Vital Hotels im Jahr 2003 ist unsere Tochter Lara-Sophie geboren.

Besonders in den ersten Jahren mussten wir uns für den Erfolg des Betriebes beweisen. Wenn ich heute unsere Hotels, die zahlreichen Mitarbeiter und die glücklichen Gäste sehe, kann ich sagen, dass sich all der Fleiß und die Mühe gelohnt haben. 2006 ist unsere zweite Tochter Valerie geboren. Das 4-Sterne-Superior Vital Hotel Meiser wurde immer wieder erweitert und hat heute 67 Zimmer, ein Restaurant für 150 Personen und einen 1000 qm großen Wellnessbereich. Diese Größe ist nicht selbstverständlich, wir haben Schritt für Schritt erweitert und neue Ideen eingebracht.

2008 eröffneten wir das Meiser‘s Café Restaurant Lounge in Dinkelsbühl. In den nächsten Jahren folgten unzählige Renovierungen und Veränderungen in den Betrieben. Für unsere Branche setze ich mich im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) als 1. Vorsitzender des Kreisverbandes Schwäbisch Hall ein. 2018 entstand der Dekorationsladen Meiser‘s Lieblingsstücke und letztes Jahr das neue Meiser Design Hotel mit 150 Zimmern vor den Toren der historischen Altstadt Dinkelsbühls. Dieses Haus stellt uns wieder vor neue Herausforderungen.

Wir sind froh, dass die nächste Generation bereits aktiv im Betrieb mitarbeitet und Ideen einbringt. Wenn unsere Gäste glücklich sind, ist es das größte Lob für unsere Arbeit und motiviert mich Tag für Tag.

Die Geschichte der Familie Meiser ganz persönlich: Stefanie Meiser

Vom Wochenendjob in den Vollzeit-Familienbetrieb. Mein Name ist Stefanie Meiser, geborene Acker und ich bin 43 Jahre alt. Ich bin seit vielen Jahren im Familienunternehmen und heute Prokuristin der Meiser Hotels.

Die Verbindung zwischen der Familie Meiser und mir liegt schon lange zurück. Alles begann mit 16 Jahren, als ich anfing am Wochenende in der Tanzmetropole am Eingang und an der Garderobe zu arbeiten. Ursprünglich bin ich aus Wildenstein, einem Nachbarort von Neustädtlein. Dadurch, dass meine Eltern und auch später meine Schwester Sandra viele Jahre in der Tanzmetropole gearbeitet haben, war es für mich selbstverständlich dort neben der Schule auszuhelfen. Am Rosenball, den es heute noch gibt, verteilte ich beispielsweise die Rosen an die Damen. Meinen Ehemann Armin kannte ich zu dieser Zeit nur flüchtig, da er zusammen mit seinem Bruder Thomas viele Auftritte mit deren Band „Musictramps“ hatte. Wenn er dann doch mal zuhause in der Tanzmetropole war, haben wir uns immer nur kurz gesehen.

Seit meiner jüngsten Kindheit ist mein Hobby ebenfalls die Musik, denn ich spiele seit meinem achten Lebensjahr Zither. Noch heute spiele ich an Heilig Abend gerne für unsere Hausgäste in den beiden Hotels weihnachtliche Lieder. Ich machte mein Abitur in Crailsheim und absolvierte danach eine Ausbildung zur Europasekretärin in Heilbronn. Während dieser Zeit festigte ich meine Sprachkenntnisse in Englisch, Französisch und Spanisch.

Nach ein paar Jahren arbeitete ich in der Tanzmetropole nun an der Bierbar, Aktionsbar und im Irish Pub. Ich kann nicht mehr genau sagen wie es dazu kam, dass Armin mir und ich ihm ins Auge fiel. Hier könnten wir vielleicht meine Schwägerin Susan näher fragen, die unserem Glück auf die Sprünge half. Nach unserer Verlobung ging ich beruflich einige Monate nach Madrid und danach zogen wir in Neustädtlein zusammen. Nach meiner Ausbildung habe ich zunächst bei der Firma Groninger in Crailsheim im Verkauf gearbeitet, was mir sehr viel Freude bereit hat.

Nach der Hochzeit 2000 und der Geburt unserer ersten Tochter Lara-Sophie stieg ich 2003 mit der Eröffnung des Vital Hotels vollständig in unseren Familienbetrieb ein. 2006 haben wir unsere Tochter Valerie bekommen. Ich arbeite hauptsächlich in der Verwaltung und habe die Zahlen unseres Unternehmens im Blick. Bei großen Veranstaltungen wie der Kinderzeche und in der Weihnachtszeit greife ich natürlich auch den Mitarbeitern im gastronomischen Bereich unter die Arme.

Mein Ziel für das Unternehmen ist in Zusammenarbeit mit der Familie, weiterhin eine gute Entwicklung zu erzielen. Ich wünsche mir, dass sich unsere Gäste wohlfühlen und eine schöne Zeit bei uns verbringen.

Die Geschichte der Familie Meiser ganz persönlich: Fritz Meiser

Kühe von Hand melken, für mich war das als Schulkind ganz normal. Wenn ich von der Schule nach Hause gekommen bin, habe ich meine Hausaufgaben erledigt, Akkordeon geübt und danach mit in der Landwirtschaft gearbeitet. Mein Name ist Friedrich Meiser, die meisten nennen mich Fritz und ich bin 73 Jahre alt.

Da ich das älteste Familienmitglied bin, erzähle ich Ihnen neben meiner Geschichte auch etwas über die Familie Meiser vor meiner Zeit.

1832 baute Johann Falk ein einstöckiges Haus mit Landwirtschaft in Neustädtlein. 1880 kauften meine Urgroßeltern Friedrich senior und Katharina Hartnagel dieses und bauten es zum „Gasthaus zur Rose“ um. Im gleichen Zuge entstand in dem Haus eine Spezereihandlung, wo Bauern vom Schuhbändel bis zum Hering im Fass einkaufen konnten. Friedrich Hartnagel junior lebte zeitweise in Amerika, brachte Inspirationen mit nach Hause und stockte so nach seiner Rückkehr 1905 das Gebäude seiner Eltern mit einem kleinen Tanzsaal auf.

Die Ära der Tanzveranstaltungen mit gut besetzter Musik begann am Sonntag, den 15. Oktober 1905. Wenige Jahre später heiratete meine Großmutter Mathilde Hartnagel, die Schwester von Friedrich junior, den aus Jagstheim stammenden Karl Meiser. Ab diesem Zeitpunkt sollte der Betrieb den Namen Meiser in sich tragen, welchen meine Eltern Friederike und Friedrich 1941 übernahmen. Zwischen 1955 und 1960 wurde die Gaststätte umgebaut und der Tanzsaal erweitert.

Und nun zu meiner persönlichen Geschichte. Zur Schule bin ich zunächst in unserem Nachbarort Bernhardsweiler gegangen. Mein Bruder Karl und ich sind Sommer wie Winter zu Fuß dorthin gelaufen. In diesem Ort war auch die Kirche. Ich erinnere mich an eine Situation als uns der Pfarrer fragte, ob es uns nicht im Winter ohne feste Jacke frieren würde. „Nein, uns friert’s nicht“, haben Karl und ich geantwortet. Das war so nicht ganz richtig, denn unsere Mutter war so sparsam an sich selbst und ihrer Familie, dass wir nicht einmal eine dicke Winterjacke besaßen. Das war eben kurz nach dem Krieg so. Meine Mutter war aber immer liebevoll zu uns und ich hätte mir keine bessere vorstellen können.

Ab der fünften Klasse habe ich zusätzlich den „Aufbauzug“ in Wildenstein besucht, eine Art Realschule. Dort lernte ich auch Englisch, was damals für Kinder vom Land nicht üblich war. Ich war meinen Eltern dankbar, dass sie mir dies ermöglicht haben. Fortan bin ich oft mit meiner Pferdekutsche in die neue Schule gefahren. Mit 15 Jahren habe ich eine Metzgerlehre in Crailsheim gemacht. Währenddessen haben mein Bruder, ein Freund und ich das Meiser-Trio gegründet und zusammen in Tanzsälen und auf Hochzeiten Musik gemacht. Im Tanzsaal meiner Eltern haben wir alle Veranstaltungen gespielt.

Wir spielten auch immer wieder in Larrieden und Weidelbach, wodurch ich meine Ehefrau Erika kennenlernte. 1968 heirateten wir und im selben Jahr ist unser erster Sohn Thomas geboren. Ebenfalls 1968 haben meine Eltern Friederike und Friedrich begonnen, den Stall zu erweitern. Erika und ich konnten sie aber nach vielen Diskussionen überzeugen, dass wir den landwirtschaftlichen Bau abbrechen und den Tanzsaal dafür erweitern sollten. 1970 hatten meine Eltern eine Kegelbahn geplant, wieder konnten Erika und ich die Beiden überzeugen, unsere Idee umzusetzen und so entstand die „Tiroler Keller Bar“. Ein Jahr später ist unser zweiter Sohn Armin geboren.

Als junger Unternehmer kümmerte ich mich um die Tanzveranstaltungen, die Wirtschaft und baute bei jeder Erweiterung selbst mit. Außerdem führte ich als gelernter Metzger Hausschlachtungen durch. Wir haben immer unser Erspartes und unsere Arbeit in den Betrieb investiert und so entstand 1980 die Tanzmetropole für 800 Gäste mit mehreren Bars. In den nächsten Jahrzehnten standen von den Flippers bis hin zu Helene Fischer zahlreiche Stars und Bands auf der Bühne und es wurden einige Fernsehproduktionen gedreht.

Die Tanzmetropole war eine neue Dimension. Die Leute haben uns für verrückt gehalten, mitten auf dem Land und damals noch ohne Autobahnanschluss so groß zu bauen. Doch wir hatten eine Vision und es sollte unser Lebenswerk werden. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir samstags um 20 Uhr fast immer Einlass-Stopp hatten und sich die Warteschlange mit Gästen über den gesamten Parkplatz zog. Anhand der Autokennzeichen konnte ich erkennen, dass die Tanzmetropole überregional bekannt war und so kamen unsere Besucher aus ganz Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. In den darauffolgenden Jahren gab es immer wieder Veränderungen und Erweiterungen, das Tanzgeschäft boomte.

Unsere Söhne Thomas und Armin traten später in die Geschäftsführung ein und unsere Schwiegertöchter Susan und Stefanie arbeiten als Prokuristinnen tatkräftig im Unternehmen. Es entstanden weitere Geschäftsbereiche wie die Meiser Hotels und Restaurants, die im Laufe der Serie in den nächsten Tagen näher beschrieben werden.

Ich freue mich sehr, dass unser Familienunternehmen in der 6. Generation durch unsere Enkel fortgeführt wird. Zurzeit haben wir mit Corona eine große Herausforderung, die wir auch meistern werden. Mit der Hotelwiedereröffnung nach dieser Zeit werde ich als erstes wieder mit dem Akkordeon bei unseren Gästen sein.

Die Geschichte der Familie Meiser ganz persönlich – Heute: Erika Meiser

Von der Kontoristin zum Lebenswerk Gastronomie. Mein Name ist Erika Meiser, geborene Maag, ich bin 71 Jahre alt und seit fünf Jahrzehnten im Familienunternehmen. Kurz nach dem Krieg bin ich in Larrieden geboren und behütet bei meinen Eltern und der Großfamilie mit der Landwirtschaft aufgewachsen.

Mein Vater Ernst hat bei der Straßenbahn in Stuttgart gearbeitet und ist von Larrieden, in der Nähe von Neustädtlein, dorthin gependelt. Als ich zehn Jahre alt war, wollten meine Eltern mit mir dauerhaft nach Stuttgart ziehen. Bei Tante, Onkel und Opa habe ich mich auf dem Land aber so wohlgefühlt, dass ich nicht mit in die Großstadt wollte. Wäre diese Entscheidung damals anders ausgefallen, hätten sich Fritz und ich wahrscheinlich niemals kennengelernt. Meine Eltern Lina und Ernst waren damals traurig über meine Wahl und haben mich so oft besucht, wie es nur ging.

Nach meinem Volksschulabschluss in meinem Heimatort habe ich in Dinkelsbühl die Handelsfachschule besucht und dort eine Ausbildung zur kaufmännischen Kontoristin gemacht. Mit 19 Jahren bin ich oft auf den Tanz in Larrieden und nach Weidelbach gegangen, wo ich immer wieder das Meiser-Trio gesehen habe. Fritz hat mich angesprochen, später haben wir uns das erste Mal verabredet und schon bald waren wir verliebt. Als ich nach Neustädtlein zog, hatten wir nicht einmal ein Wohnzimmer und das Leben spielte sich hauptsächlich in der Gaststube ab. Mit unserer Hochzeit 1968 sind wir fortan gemeinsame Wege gegangen. Während der Bauphase, als der Tanzsaal erweitert wurde, ist unser erster Sohn Thomas geboren. Drei Jahre später kam unser zweiter Sohn Armin zur Welt.

1974 übernahmen Fritz und ich den Betrieb. In den folgenden Jahren war ich für die Kinder, den Lebensmittelladen und die Buchhaltung des Betriebes zuständig. 1980 eröffneten wir nach jahrelanger Planung und Kraft unserer ganzen Arbeit unser Lebenswerk: die Tanzmetropole. Das Interieur sollte von fernen Ländern, die wir in den Jahren zuvor besucht haben, inspiriert werden. Unser Irish Pub wurde mit originalen Teilen aus Irland ausgestattet, die Kuhglocken im Tiroler Keller kamen aus Österreich und die Cowboysattel für die amerikanische Aktionsbar haben wir direkt aus Texas mitgebracht. Unser Highlight waren die Wasserspiele, die mit den bekannten Bands und Shows Gäste aus ganz Süddeutschland angezogen haben.

2001 sind unsere beiden Söhne Thomas und Armin in die Geschäftsführung mit eingetreten. Mit unseren Schwiegertöchtern Susan und Stefanie hat die nächste Generation Großes geschaffen. Unser Familienunternehmen wurde auf den neuen Geschäftsbereich Hotels und Restaurants erweitert. Es entstand das Vital Hotel Meiser, das Meiser‘s Café Restaurant Lounge, der Dekorations- und Einrichtungsladen Meiser‘s Lieblingsstücke sowie das Meiser Design Hotel.

Mein Ehemann Fritz und ich sind sehr stolz darauf, was unsere Söhne und Schwiegertöchter in den letzten knapp 20 Jahren geschaffen haben. In dieser Zeit haben wir sie unterstützt und mit beraten. Heute bin ich noch immer gerne im Büro und im Betrieb und helfe, wo immer es geht. Unser Lebenswerk Tanzmetropole wird immer ein Teil von uns sein.

Ich liebe es, Zeit mit unseren Enkeln zu verbringen. Ob Romy, Lara-Sophie & Valerie später einmal in den Betrieb einsteigen möchten, können sie noch in Ruhe überlegen. Wir freuen uns überaus, dass unsere Enkel Calvin und Marlon schon im Betrieb arbeiten und diesen später einmal übernehmen möchten. Es ist schön zu wissen, dass das Unternehmen Meiser für die Familie, die Mitarbeiter, die Geschäftspartner und unsere Gäste auch in Zukunft bestehen wird.

Die Geschichte der Familie Meiser ganz persönlich: Calvin Meiser

Aufgewachsen im Hotel, war Schein nicht immer Sein. Mein Name ist Calvin Meiser, ich bin 22 Jahre alt und in einer Zeit aufgewachsen, als mein Vater Thomas in der Tanzmetropole am Herd stand und meine Mutter Susan in den Rosenstuben bediente.

Als meine Geschwister Marlon, Romy und ich klein waren, wurde das „Vital Hotel Meiser“ gebaut. Damals hatte das Haus anfangs nur 20 Zimmer und noch keinen Wellnessbereich, aber wir haben gespürt, dass dies ein besonderer Ort ist. Unser Spielzimmer war neben dem Büro der Eltern und im Hotel haben wir gemeinsam als Großfamilie Mittag gegessen, auch wenn sonst kaum Zeit für die Familie war. Als Kind und Jugendlicher musste ich oft im Betrieb helfen. Das habe ich zu dieser Zeit natürlich nicht immer ganz freiwillig gemacht, doch rückblickend hat mich diese Disziplin und Kontinuität geprägt.

Mir war immer klar, dass ich mich nicht auf dem Erfolg meiner Familie ausruhen kann. Das hätten meine Eltern nicht zugelassen und damit wäre ich persönlich auch nicht glücklich geworden. Wenn es darauf ankommt, bin ich morgens gerne der Erste und abends der Letzte im Betrieb. Auch in meiner Freizeit oder beim Studium kann ich nicht ganz abschalten, die Firma ist immer im Hinterkopf.

Mein Bruder und ich gingen vom Schulanfang bis zum Abi in eine Klasse. In unserer Jugend erlebten wir gemeinsam auch schwierige und belastende Situationen wie den Neid einiger weniger Menschen. Heute sind wir uns mehr denn je bewusst, dass unter jeder Eisbergspitze Erfolg ein Riesen Brocken Planung, Ausdauer, Risiko und Verantwortung steckt. Wir lassen diese Anfeindungen nicht mehr persönlich an uns heran und lenken unseren Fokus auf die positiven Menschen.

Eine wichtige Erfahrung war auch die Weise, wie Mama meine Geschwister und mich erzogen hat. Von klein auf wurden wir für den guten Umgang mit unseren Mitmenschen erzogen. Dazu zählten Tischmanieren, einer Dame die Tür aufzuhalten oder im vollen Bus für ältere Menschen gerne aufzustehen. Meiner Mutter war es auch wichtig uns zu vermitteln, dass wir ein Herz für die Menschen haben, denen es gerade nicht so gut geht. Auch Papa ist für mich in seiner positiven und diplomatischen Art ein großes Vorbild. Durch ihn lernte ich über Jahre das unternehmerische Denken und die Herangehensweise, Ziele mit Ausdauer umzusetzen.

Die Hotellerie und Gastronomie habe ich praktisch in die Wiege gelegt bekommen. Seit ich 15 Jahre alt bin arbeite ich im Bier- und Grillwagen bei großen Veranstaltungen, mit 16 Jahren war ich an der Garderobe und mit 18 Jahren habe ich die Licht- und Tontechnik bei Events bedient. In meiner Jugend erkannte ich, dass die Gastronomie keine einfache Branche ist. Die vielen glücklichen Menschen, die man in unseren Hotels, Restaurants und bei Events sieht, zeigen mir aber, dass sich unsere Arbeit lohnt. Ich liebe den Trubel und die vielen Menschen in den Hotels, wenn ich dann doch mal Zeit für mich brauche spiele ich Klavier oder gehe in der Natur joggen. Außerdem treffe ich mich in meiner Freizeit oft mit Freunden und verreise gerne, um mir auch Ideen für unsere neuen Projekte zu holen.

Nach dem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der VR Bank Schwäbisch Hall. Hierbei erlernte ich kaufmännische Kenntnisse und mein Gedanke festigte sich, später einmal in den Familienbetrieb einzusteigen. Nach der Ausbildung habe ich mit dem dualen Studium BWL mit Schwerpunkt Hotel- und Gastronomiemanagement begonnen, wobei alle Hotelabteilungen durchlaufen werden. Die erste praktische Station habe ich im 5-Sterne Althoff Hotel am Schlossgarten in Stuttgart absolviert, diesen Sommer folgt das 5-Sterne Superior Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg und nächstes Jahr lerne ich die Business-Hotellerie im 4-Sterne Superior Mövenpick Hotel Stuttgart Airport kennen.

Letztes Jahr arbeitete ich in den Wochen nach der Praxisphase und vor dem dritten Semester auf der Baustelle und bei der Einrichtung unseres neuen „Meiser Design Hotel“ mit. Diese Erfahrung verbindet mich noch heute mit den Mitarbeitern des Hotels, die wochenlang großartig auf der Baustelle mitwirkten, um den rechtzeitigen Eröffnungstermin zu ermöglichen. Anfang diesen Jahres absolvierte ich dann die Ausbildereignung der IHK. Diesen Herbst ist ein Auslandssemester an der Universität von Kalifornien in Santa Barbara, USA, geplant. Zurzeit arbeite ich neben dem Studium bei uns im Betrieb im Bereich Marketing und Events.

Nach dieser Zeit möchte ich mit vollem Einsatz in den Familienbetrieb einsteigen. Ich freue mich auf die Zukunft im Unternehmen und auf neue Projekte. Ich bin meinen Eltern dankbar, dass ich immer frei und nach meinem Herzen entscheiden durfte, was ich später einmal machen möchte. Um in der Hotellerie langfristig erfolgreich zu sein, muss man das Geschäft auch lieben und leben. Mir ist es wichtig, dass sich unsere Mitarbeiter wohlfühlen und unsere Gäste fernab ihres Alltags einen außergewöhnlichen Aufenthalt erleben.

Die Geschichte der Familie Meiser ganz persönlich: Marlon Meiser

Warum war mein fehlendes Talent für Fußball entscheidend für meinen Lebensweg und was hat das Ganze mit der Zahl 451 zu tun? Mein Name ist Marlon Meiser, ich bin 21 Jahre alt, ein Familienmensch, Dorfkind mit Weltoffenheit und in unserem Familienbetrieb aufgewachsen, für den ich heute brenne.

Mit meinem Bruder Calvin habe ich seit der Kindheit den Weg bis zum Abitur zusammen bestritten. Wir sind sehr unterschiedlich, aber zusammengehalten haben wir immer. Es war eine tolle Kindheit zusammen mit meinen Geschwistern Calvin und Romy und unseren Cousinen. Ich habe früher sehr gerne Fußball gespielt. Genau gesagt mehr gerne als gut. Deshalb habe ich nach einer Alternative zum Fußballspielen gesucht, ohne den Platz verlassen zu müssen. Mit 13 Jahren wurde ich dann ausgebildeter Fußball-Schiedsrichter. Ich war Jahrgangsjüngster und hatte damals sogar das beste Prüfungsergebnis des Jahrgangs. Da habe ich gemerkt, wie sehr man sich in eine Sache reinhängen kann, wenn man sich dafür begeistert.

Diese Leistung hat meine Motivation für die Schule in dieser Zeit nicht ganz wiedergespiegelt. Dort habe ich nämlich die meisten Jahre nur das Nötigste getan, bin aber immer gut damit durchgekommen. In den folgenden fünf Jahren als Schiedsrichter habe ich durch diesen Sport unglaublich viel gelernt: Volle Konzentration, vor allem in stressigen Situationen ruhig zu bleiben, schnell Entscheidungen zu treffen und zu diesen zu stehen, mit persönlichen Angriffen umzugehen und früh Verantwortung zu tragen, aber sich vor allem den dafür nötigen Respekt selbst zu erarbeiten.

Letzteres war auch entscheidend für mich, nach dem Abitur eine Berufsausbildung zu machen. Mein Patenonkel Armin machte mich auf den Ausbildungsberuf Hotelkaufmann aufmerksam. Er hat mir damals wie heute in solchen Situationen sehr geholfen, wofür ich ihm dankbar bin. Ich habe mir den Beruf angesehen und entschieden, dass ich genau das machen möchte. Schon damals nach dem Abitur stand für mich fest, dass ich später einmal in den Familienbetrieb einzusteigen möchte. Ich habe schon als Jugendlicher bei uns im Betrieb gearbeitet, wollte den Beruf jetzt aber komplett von der Pike auf lernen und wirklich alle Bereiche eines Hotels durchlaufen. In den ersten Monaten lernte ich beispielsweise Hotelzimmer zu putzen. 451 Zimmer in 8 Wochen um genau zu sein. Während meinen Hotelstationen lebte ich bereits mit 17 Jahren in Heidelberg, im Internat der Berufsschule in Villingen-Schwenningen sowie in Hamburg. In dieser Zeit wurde mir noch mehr bewusst, was die Hotelmitarbeiter in den einzelnen Abteilungen leisten. Mir ist es wichtig, alles schon selbst gemacht zu haben, um dies von anderen erwarten zu können. Ich denke als junger Mensch ist das der einzig richtige Weg, um sich den nötigen Respekt selbst zu erarbeiten.

Es war damals nicht einfach mich immer wieder alleine in ständig neuen Umgebungen zurecht zu finden, doch gerade daran konnte ich persönlich wachsen und tolle Menschen kennenlernen. In Hamburg, wo ich während der Ausbildung im 5-Sterne-Hotel „Grand Elysee“ arbeitete, bin ich im April 2018 im Internet zufällig auf meinen jetzigen dualen Studiengang gestoßen: Unternehmertum an der Dualen Hochschule in Karlsruhe. Dieser ist für mich die perfekte Verbindung zwischen wirtschaftlichem Studium und Arbeiten im Familienunternehmen. Meine Ausbildung lief noch bis Januar 2019. Das Studium begann jeweils zum Wintersemester im Oktober. Ich musste mich also entscheiden entweder ein Jahr zu warten oder parallel zur Ausbildung das Studium zu beginnen. Ich konnte es nicht abwarten und habe mich für die zweite Variante entschieden, obwohl diese Überschneidung mit viel Lernen verbunden war. Trotzdem konnte ich meine Ausbildung mit der Note 1,0 als abschlussbester Hotelkaufmann im Baden-Württemberg abschließen.

Ich bin meinen Eltern, Großeltern, sowie Onkel Armin und Tante Stefanie dankbar, dass sie immer für uns da sind und wir immer selbst frei entscheiden können. Von meiner Mama habe ich den Draht zum Umgang mit Menschen sowie meine extrovertierte Art. Von meinem Papa die Ruhe und Gelassenheit, die man vor allem im Geschäftsleben braucht. Meine Geschwister und ich haben bis heute so eine tolle Beziehung zu unseren Eltern, dass wir gerne gemeinsam Zeit verbringen und sogar Party machen. Ihr seid die Besten!

Die Geschichte der Familie Meiser ganz persönlich: Romy, Lara-Sophie und Valerie Meiser Romy, Tochter von Susan und Thomas Meiser:

Romy, Tochter von Susan und Thomas Meiser:

Wissen Sie, an was ich mich nicht erinnern kann? Ich habe es noch nie erlebt, dass meine Familie an einem Samstag und Sonntag komplett frei hatte. Mein Name ist Romy Meiser, ich bin 17 Jahre alt und besuche das Soziale Gymnasium in Crailsheim.

Als ich klein war, bin ich mit meinen Geschwistern Calvin und Marlon und meinen Cousinen im Vital Hotel quasi aufgewachsen. Meine Eltern mussten sich sehr auf den Betrieb konzentrieren, um diesen so erfolgreich zu führen. Dennoch waren sie immer für mich da und ich fühle mich bis heute zu Hause geborgen. Außerdem hat sich Mama die Zeit genommen, mit mir über Jahre hinweg immer wieder trotz der großen Distanz in eine Spezialklinik nach Berlin zu fahren, wo ich an den Augen mehrmals untersucht und operiert wurde. Wenn es darauf ankommt, habe ich die Sicherheit, dass meine Eltern für mich da sind. Beim Dekorieren der Häuser helfe ich meiner Mutter schon immer gerne. In meiner Jugend habe ich begonnen, bei großen Veranstaltungen zusammen mit meiner Cousine Lara-Sophie zu helfen und noch heute arbeite ich in der Tanzmetropole an der Garderobe.

Seit unser Dekorations- und Einrichtungsladen „Meiser’s Lieblingsstücke“ vor eineinhalb Jahren eröffnet wurde, stehe ich meiner Mutter wie schon früher zur Seite. Bei privaten Festen oder bei Feiern im Betrieb singe ich gerne. Ganz besonders war, als mein Papa das Lied „Du und ich“ für mich schrieb, wir dieses oft gemeinsam sangen und sogar einen Fernsehauftritt im SWR hatten. Ich interessiere mich für den sozialen Bereich, weshalb ich vom Allgemeinbildenden Gymnasium zum Sozialen gewechselt habe. Später möchte ich in diesem Bereich tätig werden. Dies kann bedeuten, dass ich in einer anderen Branche arbeiten werde. Ich kann mir aber auch vorstellen, meine Familie im Personalwesen zu unterstützen. Für diese Entscheidung habe ich noch etwas Zeit.

Lara-Sophie, Tochter von Stefanie und Armin Meiser:

Meine ersten Erinnerungen an unseren Familienbetrieb sind das gemeinsame Spielen und Erkunden des Hotels mit meiner Cousine Romy. Mein Name ist Lara-Sophie Meiser, ich bin 16 Jahre alt und Schülerin am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Crailsheim.

Während meiner Kindheit, nach der Eröffnung des Vital Hotels, arbeiteten meine Eltern sehr viel für die anfängliche Entwicklung des Hauses. Neben meinen Eltern kümmerten sich meine Omas und Opas liebevoll um meine Schwester Valerie, meine Cousine und mich. Der Zusammenhalt zwischen uns dreien war immer sehr groß und wir machten in den folgenden Jahren gemeinsam Musik. Ich bin stolz darauf, diese Familientradition fortzuführen.

In der Tanzmetropole haben wir zusammen mit unseren Cousins Calvin und Marlon bei großen Festen gemeinsam gesungen und in der Weihnachtszeit für unsere Gäste Weihnachtslieder vorgetragen. Wir fünf sind einfach wie Geschwister zueinander. In meiner Freizeit spiele ich gerne Klavier und treffe mich mit Freunden. In der Schule interessiere ich mich für die Sprachen Englisch und Spanisch. In den letzten Jahren habe ich immer wieder in unseren Betrieben mitgeholfen. Bei Sonderveranstaltungen in der Tanzmetropole zeige ich den Gästen deren reservierte Plätze und bevor ich meiner Mutter im Büro helfe, arbeite ich lieber im Grillwagen an der Kinderzeche. Das macht mir mehr Spaß. Bis zum Abitur habe ich noch Zeit zum Überlegen, was ich später einmal machen möchte.

Valerie, Tochter von Stefanie und Armin Meiser:

Ich liebe Kreatives und Dinge selbst zu gestalten. Mein Name ist Valerie Meiser, ich bin 13 Jahre alt und besuche das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Crailsheim.

Ich kann mich daran erinnern, dass wir meine Einschulung im Meiser‘s Café Restaurant Lounge in Dinkelsbühl gefeiert haben. Toll war auch das erste Mal Schwimmen gehen im Pool im Vital Hotel nach der großen Erweiterung. Manchmal habe ich ziemlich viel in der Schule zu tun, dann freue ich mich darauf, wenn ich mich wieder mit meinen Freundinnen treffen kann. Ich spiele Klavier und gehe einmal in der Woche in den Chor. Mein Lieblingsfach ist Französisch und ich sehe gerne Serien und Filme auf Englisch, auch um die Sprache besser zu lernen. Letztes Jahr haben wir in den Sommerferien das neue Meiser Design Hotel eröffnet. In dieser Zeit haben auch wir Kinder alle bei den letzten Vorbereitungen mitgeholfen. Meiner Tante Susan helfe ich gerne beim Dekorieren in den Hotels. Was ich einmal werden möchte, weiß ich noch nicht genau. Meine Eltern haben gesagt, ich kann machen was ich möchte.